13. Dezember 2020: Ergebnisse der Umfrage zum Thema Dorfladen

Erst einmal einen ganz herzlichen Dank an Sie alle für die rege Beteiligung an unserer Umfrage. Das ist sehr hilfreich für unser weiteres Vorgehen, da wir dadurch nun ein klareres Meinungsbild von unseren Mitgliedern zum Thema „Dorfladen“ bekommen haben.

 

Die Rücklaufquote liegt rechnerisch bei rd. 65 % (83 Antworten bei 127 Mitgliedern). Wenn ich aber sehe, dass einige Familienmitglieder gemeinsam geantwortet haben, liegt die Rücklaufquote eher bei 75 %. Auf jeden Fall liegt ein umfassendes Meinungsbild unserer Mitglieder vor. Der Fragebogen war im Internet auszufüllen, die Benachrichtigung erfolgte per E-Mail. Den Mitgliedern, die keinen Internetanschluss haben, wurde ein gedrucktes Fragebogenexemplar in den Briefkasten geworfen. Diese sind auch alle zurückgesendet und in die Befragung integriert worden.

 

Fazit der Befragung 

 

Ein Dorfladen, angesiedelt zusammen mit einem Café im Alt-Vogtshof, wird von den Mitgliedern mehrheitlich gewünscht. Nach jetzigem Planungsstand soll dies auch umgesetzt werden. 

Ein zusätzlich positiver Aspekt hiervon ist, dass durch die Einrichtung einer Nahversorgung im Projekt Alt-Vogtshof zusätzliche Fördergelder beantragt werden können, die sonst wegfallen würden. Das mehrheitlich gewünschte Angebot des Dorfladens ist überschaubar: Backwaren, regionales Obst/Gemüse, Eier, Milchprodukte. Diese Bedürfnisse könnten durch einen Bäckerladen mit dem Verkauf von Brötchen, Brot und Kuchen, einer Frischetheke – bestückt mit Obst, Gemüse, Eiern und ggf. Milchprodukten von lokalen Erzeugern, sowie weiteren Produkte (Dosenwurst, Wein, Gin, Edelbrände, …) in der Kombination mit einem Café umgesetzt werden. 

Damit ist dann auch ein Treffpunkt für die Bevölkerung in der Dorfmitte vorhanden. Und erfreulicherweise gibt es auch schon Genossenschaftsmitglieder, die sich aktiv am Aufbau und Betrieb beteiligen wollen. Wie das Ganze organisiert wird, ob in Fremdvergabe oder in Eigenregie der Genossenschaft, wird sich im Laufe der Zeit ergeben. Wir haben für die konkreteren Planungen noch etwas Zeit. Unsere Arbeitsgruppe „Dorfcafé / Dorfladen“ ist dazu weiterhin aktiv. 

Es zeigt sich in anderen kleinen Gemeinden, dass diese Kombination wirtschaftlich tragfähig ist, wobei das Café der Haupt-Umsatzbringer ist und einen angegliederten kleinen Dorfladen erst ermöglicht. Das wollen wir nun auch für Heuweiler umsetzen.

 

 

Hier nun eine etwas genauere Beschreibung der Umfrageergebnisse:

 

Von den Mitgliedern, die den Fragebogen ausgefüllt haben, sind rd. 62 % in der Altersgruppe 26 – 65 Jahre, rd. 27 % in der Gruppe 65 – 80 Jahre und rd. 8 % über 80 Jahre alt. Die Altersgruppe 18 – 25 Jahre ist mit 3 % vertreten. Die Verteilung der Haushaltsgröße: in 48 % der Haushalte leben 2 Personen, in 40 % der Haushalte leben 3 und mehr Personen und in 12 % wohnt 1 Person.

 

Es werden von den Genossenschaftsmitgliedern in der Regel alle Einkaufsgelegenheiten in der Region genutzt, wobei mit 80 Nennungen der Supermarkt / Discounter die Haupt-Einkaufsgelegenheit darstellt. 57 Mitglieder geben an, dass sie auch bei lokalen Produzenten einkaufen. 50 Mitglieder kaufen zusätzlich auf dem Wochenmarkt ein. Der Pkw übrwiegt als Verkehrsmittel beim Einkaufen, während das Fahrrad oder „zu Fuß“ häufiger für den Gang zu den lokalen Produzenten genutzt wird. 

 

Rd. 85 % der Mitglieder, die den Fragebogen beantwortet haben, befürworten einen Dorfladen in Heuweiler, während rd. 9 % einen Dorfladen nicht für notwendig erachten. 6 % der Befragten ist es egal, ob in Heuweiler ein Dorfladen existiert. Somit finden es viele Mitglieder der Genossenschaft wichtig, dass es einen Dorfladen in Heuweiler gibt. Wie sieht es mit der Nutzung aus?

 

Die Antworten zeigen, dass knapp über die Hälfte der Mitglieder in dem Dorfladen die dort vorhandenen Artikel auch bevorzugt kaufen würde. Ein relevanter Anteil der Mitglieder würde allerdings nur gelegentlich den Dorfladen nutzen. Dabei wird von der überwiegenden Zahl der Mitglieder betont, dass im Dorfladen Produkte aus der Umgebung verkauft werden sollen, welche auch etwas teurer sein dürfen als im Supermarkt. 

 

Ein weiterer Aspekt der Umfrage bezog sich darauf, wo der Dorfladen in Heuweiler angesiedelt sein soll:

 

 

 

Ein großer Teil der Mitglieder, die die Frage beantwortet haben, spricht sich dafür aus, dass Dorfladen und Café im Alt-Vogtshof gemeinsam untergebracht werden sollen (rd. 67 %). Für weitere rd. 27 % der Befragungsteilnehmer spielt es keine Rolle, wo der Dorfladen angesiedelt wird. Lediglich 6 % wollen ein eigenes Geschäft. Und die Bereitschaft zur aktiven Beteiligung: Für 14 Mitglieder wäre eine regelmäßige ehrenamtliche Tätigkeit im Dorfladen denkbar.

 

Spannend ist ja auch die Frage, welches Warenangebot gewünscht wird. Die häufigsten Nennungen sind im folgenden Diagramm aufgeführt (Mehrfachnennungen waren möglich).

 

 

 

Backwaren werden von den Mitgliedern, die den Fragebogen beantwortet haben, 68 mal am meisten genannt und umfassen Brot, Brötchen, aber auch Kuchenangebote. Weiterer Favorit regionales Obst und Gemüse mit 39 Nennungen und alle Arten von Milchprodukten – Milch, Butter, Käse. Zudem wird das Angebot von Eiern als wichtig angesehen – immerhin 23 mal genannt. Schließlich sollten für einige Mitglieder auch Grundnahrungsmittel – Mehl, Salz, Nudeln, Gewürze usw. vorhanden sein. Andere Nennungen kommen vereinzelt vor, wie Wurst/Dosenwurst, Fleisch, Schreibwaren, besondere Produkte, die ein Alleinstellungsmerkmal des Ladens darstellen, Geschenkartikel, Drogerieprodukte, Getränke, Saft, Gin, Wein, Südfrüchte, Honig, Tofuprodukte. 

Als Fazit kann festgestellt werden: Letztlich wird alles, was es in der Bäckerei Schneider gegeben hat, im Moment als Angebot in Heuweiler vermisst, wobei hier etwas mehr Gewicht auf die regionalen Obst- und Gemüseprodukte gelegt wird.

 

Schließlich konnten noch weitere Anmerkungen eingetragen werden. Daraus hier eine Zusammenfassung – und mit persönlichen Kommentaren von mir versehen (WR – Wolfgang Röhling):

 

  • Dorfcafé, Verkauf von Backwaren und Dorfladen sollen im Alt-Vogtshof kombiniert werden und einen Dorftreffpunkt darstellen – WR: An nichts anderes wurde gedacht und diese Lösung wird auch angestrebt. Lediglich die Einschätzung das Themas „Dorfladen“ soll nun durch die Umfrage genauer gefasst werden.

  • Ausreichend vielfältiges Sortiment – WR: Letztlich muss ausprobiert werden, was gut angenommen wird, was sich lohnt. Backwaren sind auf jeden Fall gefragt.

  • Keine Konkurrenz zu den lokalen Produzenten und Anbietern – WR: An Konkurrenz wurde und wird nie gedacht, vielmehr an Kooperation. Hier ist noch alles offen und soll mit den lokalen Produzenten abgestimmt werden, für die ja auch eine zentrale Lage im Dorf interessant sein könnte.

  • Das Sortiment soll sich vom üblichen Angebot im Supermarkt abheben – WR: das kann durchaus eine Option sein – wenn jemand eine Idee hat! Als Vorschlag kam auch die Kombination mit einem Post-Shop. Warum nicht?

  • Die örtlichen Vereine könnten den Dorfladen zum Verkauf ihrer Produkte nutzen – Gebäck der Landfrauen, Tickets für Heimspiele, Konzerte etc. – WR: Das ist ein guter Hinweis.

  • Es wird eine hohe Verkehrsbelastung in der Dorfmitte befürchtet – WR: Das soll nicht sein und es werden geeignete Maßnahmen überlegt. Ein „Verkehrskonzept Alt-Vogtshof“ ist in Arbeit. In anderen Dörfern geht es auch. Warum dann nicht bei uns in Heuweiler?

  • Der Dorfladen kann nicht wirtschaftlich betrieben werden – WR: Das ist wahrscheinlich – siehe meine Beispiele für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung auf unserer Internetseite unter „Neuigkeiten“. Aber es gibt ja viele Zwischenlösungen, die uns ganz gut weiterbringen, z.B. die Kombination Dorfcafé mit angeschlossenem kleinen Dorfladen als Anfang. Sollte das ein Renner werden, kann das Angebot ausgeweitet werden. Wir müssen nicht mit der großen Lösung starten. Und wir müssen auch nicht viel Geld investieren und eine perfekte Einrichtung schaffen, um diese Pläne zu verwirklichen.

  • Auch interessant ist die Idee eines Genossenschafts-Abos: Man zahlt z.B. pro Monat einen festen Betrag ein und kann damit frei einkaufen, bis der Betrag aufgebraucht ist. Das würde eine gewisse Verlässlichkeit und Planungssicherheit für die Betreiber schaffen.

 

Gehen wir es also so an!

 

Viele Grüße

 

Wolfgang Röhling

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Heuweiler, den 27.11.2020 - zum Thema Dorfladen

Nachdem im Herbst viele Aktivitäten im Alt-Vogtshof stattgefunden haben, scheint es um das Gebäude ruhig geworden zu sein. Aber der Schein trügt: Alle Mitglieder und interessierte Bürger konnten an den Tagen der offenen Tür den Alt-Vogtshof besichtigen und die Ausbaupläne einsehen und Ideen einbringen. Daraufhin wurden die Baupläne, da wo es möglich war, angepasst. Der Bauantrag wird nun vorbereitet, der Energieberater erstellt das Energiegutachten, Handwerksbetriebe erstellen ihre Angebote, der ELR-Förderantrag wird gestellt, die Finanzierung wird vorbereitet usw. Es wird also mit Energie und zielstrebig an der Verwirklichung unseres gemeinsamen Projekts gearbeitet. Es braucht ausreichend Zeit und noch etwas Geduld – und viel Arbeit, bis der Alt-Vogtshof zu einem wiedererweckten Schmuckstück der Dorfmitte von Heuweiler wird.

 

Für manche Mitglieder und Bürger ist das Thema „Dorfladen“ wichtig: Kommt er oder kommt er nicht und wo, was soll in dem Laden verkauft werden, wer betreibt den Laden? Ist eine Kombination mit einem Dorfcafé und Angeboten von Backwaren möglich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich im Moment für unsere Genossenschaft eine eigene Arbeitsgruppe. Dorfladen, Bäckerfiliale und Café sind also weiter in der Planung und es kann schon einmal festgehalten werden: Es wird etwas entstehen, und zwar im Gebäude des Alt-Vogtshofes. Nur wie und was möglich ist, muss noch herausgefunden werden.

 

Um speziell für den Dorfladen gezielter planen zu können, haben wir für alle Mitglieder und interessierten Bürger und insbesondere die Mitbürger, die sich einen Dorfladen wünschen, eine kleine Befragung vorbereitet. Sie müssen nur auf den folgenden Link

 

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScak-k0YxqXfymXVG1gmWkJ9HjTSdiDDBoerXnLbQf2h6bU4Q/viewform?usp=sf_link

 

klicken, um an der Umfrage teilzunehmen. Mit der Befragung soll herausgefunden werden, was konkret von einem Dorfladen erwartete wird, welches Sortiment gut wäre und wer denn trotz guter Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung unseren Dorfladen aufsuchen würde. Zudem steht immer wieder die Frage im Raum: wer wird den Dorfladen betreiben, wer will dort eventuell mitarbeiten. Vielleicht gibt die Umfrage etwas mehr Einblick in die Vorstellungen unserer Bürger hier im Dorf. Der Link zur Umfrage ist auch auf unserer Internetseite www.genossenschaft-heuweiler.de zu finden. Wir freuen uns über reges Interesse.

Weitere Überlegungen zum Dorfladen

Betrachtet man die Situation in Heuweiler, so haben wir zunächst im Ort interessante Angebote an Gemüse, Obst, Wein, Wurst, Mehlprodukten, Branntweinen, Gin, Brennholz usw., die von ortsansässigen Betrieben angeboten werden. Was fehlt - und früher in kleiner Auswahl durch die Bäckerei Schneider angeboten wurde - sind Kurzwaren, Putzartikel, Milchprodukte, Geschenkartikel, usw. Zudem fehlt die Möglichkeit, Brötchen und Kuchen einzukaufen und sich in einem Café zu treffen. 

 

Es gibt allerdings wachsende, reichhaltige, vielfältige und zum Teil kostengünstige Angebote in den Einkaufsmärkten und Fachgeschäften in der Umgebung von Heuweiler - in Gundelfingen, Denzlingen und im Glottertal, die auch von den – mobilen – Heuweilermern stetig genutzt werden. Dagegen muss unser Dorfladen bestehen.

Ein erster Schritt bei den Überlegungen zu einem Dorfladen muss somit sein, mit den ortsansässigen Produzenten zu sprechen, wie sie einen Dorfladen einschätzen und ob sie ihre Produkte teilweise oder komplett dort anbieten wollen. Weiterhin ist die Frage, welches ergänzende Angebot ein Dorfladen in Heuweiler haben müsste und ob er sich wirtschaftlich trägt. Für einen Dorfladen in Heuweiler lässt sich die Wirtschaftlichkeit grob abschätzen. Dabei werden Statisiken über das Ausgabenverhalten der Haushalte, Erfahrungen von Handelsverbänden und konkrete Beispiele herangezogen. 

 

Eine wichtige Rahmenbedingung dafür sind die Konsumausgaben der ansässigen Bevölkerung. Von diesen Ausgaben, die ja wegen der guten Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung nur zu einem Teil im Dorfladen ausgegeben würden, müssen ausreichende Anteile in Heuweiler bleiben, damit ein Dorfladen wirtschaftlich auskömmlich betrieben werden kann. Weiterhin wird die Zahl der Haushalte und deren Struktur ausschlaggebend sein. Ob ein Vollsortiment an Lebensmitteln und sonstigen Konsumgütern für Heuweiler sinnvoll ist, muss weiter geprüft werden (siehe unsere Umfrage auf der Internetseite). 

 

In der folgenden Tabelle wird versucht, das Thema „Dorfladen“ aus einer wirtschaftlichen Perspektive zu betrachten, um auch diesen Aspekt bei der Diskussion zu berücksichtigen. Dabei werden verschiedene Parameter gesetzt, die aus Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen anderer Dorfläden und weiterer Fachliteratur entnommen sind (z.B. Dorfladen Britzingen, Nahversorgungskonzept Dorfladen von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband). Es werden zwei Situationen gegenübergestellt: Einmal wird angenommen, dass 9% aller Konsumausgaben der Heuweilermer Bürger für Lebensmittel und sonstige Verbrauchsgüter im Dorfladen von Heuweiler ausgegeben werden. In der zweiten Situation wird dieser Anteil auf 18 % gesetzt, also eine sehr hohe Bindungsquote der hiesigen Bürger angenommen. Dafür muss das Sortiment im Dorfladen entsprechend interessant sein.

 

Die Ergebnisse dieser Gegenüberstellung sind in der folgenden Tabelle dargestellt, wobei die jeweiligen Veränderungen von Parametern blau eingefärbt sind.

 

 

 

 

 

 

Es wird zunächst davon ausgegangen, dass der Laden täglich und am Samstag morgens geöffnet hat. Daher die Annahmen für 2 bzw. 2,5 70% Stellen, was eher knapp bemessen sein dürfte. Es können hier natürlich auch andere Annahmen einfließen, z.B. dass die Öffnungszeiten und damit die Personalkosten reduziert werden – was aber Einfluss auf den Umsatz haben könnte. Mehrere Beschäftigte mit Minijob einzustellen ist auch nicht wesentlich kostengünstiger. Und Erfahrungen aus anderen Dorfläden zeigen, dass nur begrenzt ehrenamtliche Helfer für einen regelmäßigen Betrieb eingeplant werden können.

 

Es muss somit ein Konzept für einen Dorfladen her, das eine wirtschaftlich tragfähige Ausgestaltung ermöglicht. Die in der obigen Tabelle gegenübergestellten Konzepte zeigen, dass die Bindungsquote der Bürger von Heuweiler, also die Bereitschaft, einen großen Teil der Verbrauchsgüter im Dorfladen zu kaufen, ein entscheidender Parameter für die Wirtschaftlichkeit darstellt. Eine Bindungsquote von 9% würde nach der Rechnung nicht ausreichen. Bei 18 % Bindungsquote, was sehr optimistisch ist, kann nur von einem knappen Überschuss ausgegangen werden. Auf der Kostenseite stellen die Personalkosten den größten Kostenblock dar, der damit über die Wirtschaftlichkeit entscheidet. Auch hier sind optimistische Annahmen getroffen: werden Zeiten für Krankheit, Urlaub und sonstige Freizeiten einrechnet, müsste der Personalbestand wahrscheinlich etwas höher angesetzt werden. Wie gesagt: dies ist eine erste überschlägige Rechnung.

 

Um aber einen Dorfladen zu starten und das wirtschaftliche Risiko zu reduzieren, könnte die Kombination Dorfladen und Dorfcafé im Kellergewölbe des Alt-Vogtshofes ein sinnvoller Anfang sein. Die Fläche muss nicht extra angemietet werden, der Dorfladen könnte hier langsam und nach und nach neben dem Bäckerei- und Cafébetrieb aufgebaut und bei Bedarf vergrößert werden. Der Kostenblock „Personalkosten“ könnte somit auf Café und Dorfladen aufgeteilt werden, womit sich beides zusammen deutlich besser rechnet – so jedenfalls sind die Erfahrungen in anderen Dorfläden wie z.B. Britzingen und Schweighausen. Das Kellergewölbe hat rd. 92 qm Nutzfläche und bietet durchaus Potenzial für ein ergänzendes Warenangebot eines kleinen Dorfladens. Vielleicht hilft unsere Befragung, hier mehr Planungssicherheit zu bekommen. Das ist dann Genossenschaft, das ist Basisdemokratie pur!

 

Unsere „Arbeitsgruppe Dorfcafé“ hat das im Blick, wird die Befragungsergebnisse berücksichtigen und wird Vorschläge erarbeiten, die dann den Mitgliedern zur Information und Diskussion vorgestellt werden. Das braucht aber noch etwas Zeit, und wir bitten die Befürworter eines Dorfladens um etwas Geduld. 

Georg Berk, Otmar Maas und Wolfgang Röhling freuen sich immer über weitere Anregungen und Diskussionsbeiträge. Dafür gibt es unsere E-Mail info@genossenschaft-heuweiler.net oder das Kontaktformular auf unserer Internetseite www.genossenschaft-heuweiler.de.

Viele Grüße und bleiben Sie alle gesund

Die Vorstände: Georg Berk, Otmar Maas, Wolfgang Röhling

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Heuweiler, den 25.10.2020, Café, Ideensammlung

Von vielen Mitgliedern wird immer wieder betont, wie wichtig ihnen ein schönes Café, ein Treffpunkt mitten im Dorf ist. Das war und ist ein wichtiger Punkt bei der Planung des Alt-Vogtshofes - und dafür sind auch Fördermittel beantragt. Es ist also nicht so - wie mehrfach verlautet, dass das Thema Café vergessen ist.

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Café und Treffpunkt im Alt-Vogtshof zu gestalten. Inzwischen ist dafür als Ort das Kellergewölbe vorgesehen. Die ursprüngliche Idee, das Café im EG einzurichten, wurde fallengelassen: denn wir brauchen die Mieteinnahmen aus der Wohnungsvermietung als wirtschaftliche Basis. Der Gewölbekeller ist aber bisher ungenutzt und bietet sich daher an. Es gibt viele Möglichkeiten, den Keller schön und einladend auszugestalten. Mauerdurchbrüche sind möglich, um dem Raum mehr Licht zu geben.

Was wir brauchen, sind Ideen, wie wir das Café im gegebenen Rahmen gestalten können. Zunächst muss aber der Gemeinderat der Einrichtung eines Cafés zustimmen. Dann gibt es viele Möglichkeiten für die Umsetzung, z.B.:

  • Wir bauen nicht aus und überlassen den Ausbau einem externen Bäckereibetrieb, der dann das Café betreibt

  • Wir bauen eine Grundausstattung ein und überlassen die weitere Ausgestaltung einem Betreiber.

  • Wir finden unter den Mitgliedern jemanden, der das Café selbstständig betreibt und wir gestalten das Café gemeinsam.

  • ... und und .....

Vielleicht gibt es ja noch andere Ideen.

Wir wollen hiermit die Mitglieder der Bürgergenossenschaft Heuweiler aufrufen, praktikable und umsetzbare Ideen für die Gestaltung unseres Dorfcafés zu sammeln. Meldungen von Mitgliedern - und Nichtmitgliedern, die das Café eigenständig betreiben wollen, sind willkommen.

Heuweiler, den 22. Oktober 2020, Parkplätze

Das Thema "Parkplätze" rund um den Alt-Vogtshof wird immer wieder angesprochen. Darum kümmern wir uns als Vorstände, nehmen aber gerne auch Ideen auf. In den Zeichnungen (siehe Pläne unten) sind mal 7 Plätze eingezeichnet. Dabei wird die Gartenfläche teilweise genutzt. Vielleicht geht es ja auch anders.

 

Zur Zeit überlegen wir ein spezielles Park- und Mobilitätskonzept für den Alt-Vogtshof. Praktikable und umsetzbare Ideen der Mitglieder sind hierzu willkommen. Konkrete Vorschläge sind zur Zeit die Einrichtung von 2 Car-Sharing-Plätzen für Elektroautos und ein großer Fahrrad-Abstellplatz, auch für Lastenräder, die den Hausbewohnern zur Verfügung stehen. 

Einbinden müssen wir diese Vorschläge aber in ein Gesamtkonzept für Heuweiler. Dazu sind wir mit der Mobilität-AG der Bürgerrunde im Gespräch, um gemeinsam geeignete Maßnahmen zu finden.

Heuweiler, den 20. Oktober 2020, Stand der Planungen

In dem Alt-Vogtshof sollen 7 Wohnungen entstehen. Die Wohnfläche wird rd. 400 qm betragen. Das Treppenhaus, das zur Zeit in das Gebäude integriert ist, wird nach außen verlagert, um mehr Wohnraum zur Verfügung zu haben. Die aktuellen Planungen wurden an den drei Tagen der offenen Tür den interessierten Mitgliedern vorgestellt und es wurden Anregungen, die sich im Wesentlichen auf das Treppenhaus und die Balkone bezogen, aufgenommen. Danach sehen die Planungen folgende Aufteilung des Gebäudes vor:

  • im Erdgeschoss: zwei 1-Zimmer Wohnungen und eine 2-Zimmer-Wohnung, geeignet für Rollstuhlnutzung

  • im Obergeschoss: zwei 2-Zimmer Wohnungen

  • im Dachgeschoss: zwei Maisonette-Wohnungen

Die aktuellen Planungen - Stand 20.07.2020 - sind unten abgebildet. Dabei sind aufgrund der Anregungen der Anwohner und des Bauamtes noch folgende Änderungen vorgesehen:

  • das außen liegende Treppenhaus wird versetzt, so dass es nicht so nah an die Grenze zum Nachbargrundstück liegt,

  • die Balkone, die in den Bauzeichnungen noch sehr dominant wirken, werden deutlich zurückgenommen,

  • die Fensterläden, die den Charakter des Hauses prägen, werden aufbereitet und wieder installiert.

Weiterhin haben wir im Blick:

  • Die Bäckereifiliale / das Dorfcafé: Beides soll verwirklicht werden. Es liegen aber zur Zeit noch keine konkreten Planungen vor. 

  • Pkw-Abstellplätze: Es wird ausreichend Pkw-Stellplätze geben. Diese sind aber zur Zeit noch in der Planung.

Sowohl für die Bäckereifiliale als auch die Parkplatzgestaltung werden die Genossenschaftsmitglieder und die Bürger von Heuweiler in einen Ideenprozess eingebunden.